Alle 2 Jahre wird in der Wilhelm-Busch-Schule die Stopp-Projektwoche durchgeführt.

 

 

 

Das Stopp-Programm verfolgt das Ziel, den Kindern Verhaltensregeln für den gewaltfreien Umgang miteinander an die Hand zu geben. Die Schüler sollen damit im täglichen Umgang miteinander (auch nach der Schule!) Strategien für eine gewaltfreie Lösung immer wiederkehrender Konflikte entwickeln können.

 

Das Stopp-Programm stützt sich auf vier Säulen:

 

Im ersten Bereich soll den Kindern vermittelt werden, wie man mit Gefühlen, im Besonderen mit Wutanfällen und Ärger umgeht.
 Die zweite Säule beinhaltet Strategien zum Umgang mit Provokationen zu vermitteln. Die Kinder werden dazu angehalten nicht mit Schimpfwortern, sondern eher mit Gelassenheit auf Provokationen zu reagieren.

 

Bei der dritten Säule geht es um Wege, Konflikte zu beenden oder erst gar nicht entstehen zu lassen. An dieser Stelle kommt die "Stopp-Hand" ins Spiel: die gehobene flache Hand und der deutliche Ausspruch "Stopp" signalisieren dem Gegenüber, dass eine Grenze erreicht wurde. Die Notwendigkeit von Ich-Botschaften wird in den Vordergrund gestellt. Soll heißen: "Ich gebe zu, dass ich..." anstelle von "Er/Sie hat aber..." und: "Ich würde mit freuen, wenn du..." anstelle von "Du sollst nicht immer...".

 

Der vierte und sicher schwierigste Bereich des Programms besteht darin, dass Konflikte auch ohne Streit gelöst werden können. Hier wird trainiert, wie man durch "Miteinander reden" zum Ziel kommen kann.

 

Unabhängig von den einzelnen Unterrichtsmodellen zu diesem Programm ist es uns wichtig, dass die geübten Verhaltensweisen (z.B. Stopp-Hand) von allen Kindern an der Schule verstanden werden - daher macht es keinen Sinn, nur einzelne Klassen ins Programm einzubeziehen.

 

Wichtig ist es auch, dass die Elemente dieses Programms die Kinder während der Schuljahre begleitet. Sie sollen lernen, diese Umgangsformen auch im Alltag anzuwenden, und zwar mit einer Selbstverständlichkeit wie das Angurten beim Autofahren.